Von nun an startet auf iPadPress der App-Ticker, eine in unregelmäßigen Abständen erscheinende Sammlung von fünf Apps einer bestimmten Kategorie oder Richtung. Da dies bereits die Runde 2 ist, gibt es Runde 1 hier nachzulesen. Heute stellen wir fünf hilfreiche, billige Apps vor, lasst euch also überraschen.
iCurtain
iCurtain ist eine der ersten sinnvollen Browser-Alternativen zu Safari, die seit dem iPad-Launch im App Store sind. iCurtain präsentiert sich erstmal so ähnlich wie Mobile Safari, bietet aber bei genauerem Hinsehen doch einige Funktionen mehr.
Interessant ist beispielsweise die Download-Funktion, mit der sich Websites, aber auch Bilder, Videos oder Dateien laden und in einem stationären Speicher sichern lassen. Der Nachteil ist hier leider noch, dass die geladenen Dateien nicht weiterverarbeitet und bsp. in zusätzliche Apps exportiert werden können; hier dürfte der Entwickler allerdings bald nachlegen. Auch die Tabs verhalten sich anders als in Safari: in iCurtain sind unendlich viele Tabs möglich, eine Übersicht bietet ein iPhone-typischer Switcher. Website-Favoriten lassen sich in speziellen Ordnern sortieren.
Eher unspektakulär, aber dennoch beachtenswert sind die Funktionen wie “Sicheres Browsen”, wie man es von einem Mac-Browser kennt. Auch lassen sich verschiedene Suchmaschinen neben Google und Yahoo einstellen und sich direkt auf Websites suchen. Werbebanner können nun blockiert werden, auch wenn sie nicht auf Flash basieren. All diese zusätzliche Browser-Funktionalität ist für $ 1,99 zu haben.
In einem YouTube-Video werden die wichtigsten Funktionen von iCurtain vorgestellt.
Articles
Auch auf dem iPad muss man vielleicht die ein oder andere Sache recherchieren, und neben einer Websuche ist in den meisten Fällen doch Wikipedia die so ziemlich erste Anlaufstelle. Doch wozu soll man über den Webbrowser darauf zugreifen, wenn es auch einfacher geht – über eine App wie Articles?
Articles bietet neben dem Zugriff auf Wikipedia noch einige andere nette Features. Sobald man es startet, schreitet es in einem übersichtlichen, einem Schreibtisch mit Blättern nachempfundenen Interface einher. Man kann mehrere Artikel gleichzeitig öffnen und in Tabs zwischen ihnen umherspringen. Man kann sowohl nach den Titeln von Artikeln sowie nach dem gesamten Inhalt suchen. Artikel lassen sich zum späteren Lesen abspeichern oder kopieren; auch werden die zuletzt besuchten in einer History dargestellt. Man kann in Bilder hineinzoomen oder die Artikel sogar in einer geografischen Karte betrachten. Alles in allem eine gelungene Referenz-App, die durchaus einen Blick wert ist. Articles kostet im Moment $ 0,99.
Dailymotion
Bereits ins System hat Apple die YouTube-App integriert, mit der sich YouTube-Videos nicht nur ansehen, sondern auch bewerten und kommentieren lassen. Wem die YouTube-Auswahl jedoch zu eingeschränkt ist, sollte einen Blick auf die kostenlose Dailymotion-App werfen, die auch in einer Premium-Version für $ 5,99 vorliegt.
Die App greift auf den Online-Video-Dienst Dailymotion zu. Ähnlich wie mit der YouTube App lassen sich Videos in voller Bandbreite betrachten und durch Kanäle blättern. Auch werden ähnliche Videos und Videos vom selben Uploader angezeigt, man kann Videos kommentieren, werten und zu den eigenen Favoriten hinzufügen. Alles in allem eine der YouTube-App sehr ähnliche App, die allerdings durchaus mehr Vielfalt in den Videogenuss bringt.
SugarSync
Der ein oder andere mag eine vollwertige Dateistruktur auf dem iPad vermissen, nicht allen gefällt die App-spezifische Datei-Spaltung. Wer zumindest in eingeschränktem Maße wieder eine Hierarchie in seine Dateien bringen will, die er auf dem iPad lagert, sollte sich SugarSync ansehen.
Die SugarSync-App selber ist kostenlos, ebenso wie das SugarSync-Account für 2GB, das man sich hier erstellen kann. Wer allerdings mehr als 2 GB Speicher besitzen will, wird zur Kasse gebeten. Sobald SugarSync installiert und konfiguriert ist, synchronisiert es verschiedene, wählbare Ordner auf dem Mac mit dem Online-Daten-Account, von wo aus die Daten dann auch auf anderen Geräten landen – zum Beispiel auf dem iPad. Die iPad-App selbst überzeugt noch nicht gerade von Features, ist aber für den Anfang ganz nützlich und sicherlich eine kostenlose Alternative zu Datei-Apps wie Air Sharing. Dokumente lassen sich nicht nur einsehen, sondern (zumindest auf dem iPad) auch in externen Editoren öffnen. Von daher eine ziemlich gute App.
Wolframalpha
Zuletzt werfen wir noch einen Blick auf eine weitere Referenz-App fürs iPad. Die Wolframalpha-App dürfte durch die großen Preisschwankungen wohl vielen Lesern schon bekannt sein; inzwischen hat sich das Wolframalpha-Team für einen niedrigen Preis entschieden und die App außerdem fürs iPad entwickelt.
Auf dem iPad macht die App ebenso wie auf dem iPhone einen guten Eindruck und bietet ein übersichtliches, ansehnliches Nachschlage-Interface. Auch eine History ist vorhanden. Wolframalpha ist ein Nachschlagedienst, der anders als Dienste wie Wikipedia nur knallharte Fakten, Tabellen und Statistiken präsentiert und keine “Romane”. Auch als kleiner Taschenrechner taugt Wolframalpha durchaus. Die App kostet inzwischen $ 1,99.
Bezüglich der Browser kann ich nur iCab empfehlen, der ist auch sehr gut und bietet einige Features mehr, werde ihn bestimmt auch auf dem iPad nutzen.
iCurtain sieht aber auch nicht schlecht aus. Werde ihn mal bald ausprobieren, sobald ich mein iPad habe.