Zusammenfassung: was wir heute Abend wissen könnten

Morgen Heute Abend um 19.00 Uhr ist es so weit, Apple wird auf einem Event das neue iPhone OS 4.0 vorstellen – und womöglich noch ein bisschen mehr. Auch für das iPad könnte es spannend werden, im Folgenden nun einige Gerüchte, was auf dem Event auf der Tagesordnung stehen könnte.

  • Das am längsten spekulierte und erhoffte ist zweifelsohne Multitasking. Schon zu früheren Updates des OS wurde es immer wieder herbeigesehnt, Apple entschied sich allerdings stets dagegen es zu integrieren – demnach sei die Hardware dafür nicht ausgelegt, es würde das OS zu sehr ausbremsen und die Batterie zu schnell leer werden lassen. Auch gab Apple an, dann keine gute Möglichkeit mehr zu kennen, mithilfe der sich die Programme dann beenden ließen. Dass Multitasking doch geht – und auch sehr übersichtlich und ohne einen zu großen Batterieverlust –, zeigen Jailbreak-Tools wie Backgrounder und ProSwitcher. Auch Apple dürfte inzwischen seine Meinung zu Multitasking verändert haben und es für das neue OS planen. Demnach stehe eine Exposé-ähnliche Übersicht zum wechseln zwischen einzelnen Apps in Planung. Sind die Meinungen über Das Muss und Muss-Nicht von Multitasking auch recht verschieden, so ist dies doch einer der Punkte, die das iPad noch weit von einem vollwertigen Computer abschotten.
  • iAd soll die neue Werbeplattform heißen, an der Apple nach dem Aufkauf von Quattro Wireless angestrengt geklöppelt hat. Steve Jobs bezeichnete das System angeblich schon als revolutionär. Es könnte auch Einzug ins neue OS finden, in welcher Form, ist noch nicht bekannt. Wären Entwickler beispielsweise in der Lage besser  Werbung in ihre Apps zu integrieren, könnten sich sicherlich bald viel mehr kostenlose Apps im Store finden – nur eben mit Werbung.
  • Über die Gerätekompatibilität gibt es schon klare Gerüchte: Demnach soll das iPhone OS 4.0 nur noch das iPhone 3G und 3GS unterstützen, ebenso nur noch den iPod Touch der zweiten und dritten Generation. Daneben bleibt natürlich anzunehmen, dass das OS auch das iPad weiterhin und ohne ein besonderes Update unterstützt; das OS dürfte somit wieder für alle Geräte zusammenfallen.
  • Auch viele Features aus dem OS 3.2, die bisher nur fürs iPad verfügbar sind, dürften es künftig auf das iPhone und den iPod Touch schaffen. So wurden im iPad-Stamm des OS einige Technologien eingebaut, die auch dem iPhone sehr nützen würden; File-Sharing beispielsweise, mit dem sich auf programmspezifische Ordner auf dem iPad vom Mac aus zugreifen lassen.
  • Dazu gehören wahrscheinlich auch Änderungen am Benutzeroberfläche. So könnte es einen neuen Startbildschirm geben, ein neuer Homescreen, der endlich auch wie auf dem iPad ein Hintergrundbild anzeigen lassen könnte. Und falls es tatsächlich Multitasking in einer Exposé-ähnlichen Form gibt, erfordert das sicherlich auch einige weit greifende Änderungen am UI. Auch wäre es denkbar, dass man mit dem neuen OS Dinge wie Kontakte oder Aufgaben auf dem Homescreen ablegen kann, wie es z. T. schon durch zusätzliche Software zurzeit möglich ist. eine Email von Steve Jobs lässt außerdem auf einen gemeinsamen Posteingang für verschiedene Email-Accounts schließen.
  • Ein anderes, nachgefragtes Feature ist drucken. Ist es beim iPhone noch verständlich, dass es noch nicht drucken kann, ist es beim iPad doch wirklich ein Manko – denn wozu nützt einem eine Textverarbeitung wie Pages, wenn man den Text letztendlich nicht drucken kann und ihn erst umständlich zu einem Mac oder PC transferieren muss, um ihn von dort aus zu drucken? In einem Supportdokument fürs iPad beschreibt Apple nun, dass Pages “noch nicht” drucken könne – diese Formulierung könnte, falls sie den Autoren des Dokuments nicht rein zufällig mit reingeflossen ist, darauf hindeuten, dass sich künftig direkt aus Apps wie Pages oder auch Drittentwickler-Apps unmittelbar drucken lässt. Dabei ist es möglich, dass Apple Technologien wie Gutenprint oder CUPS fürs iPhone OS implementiert, sodass das iPad oder iPhone künftig direkt einen Drucker via WLAN oder Bluethooth ansprechen kann.
  • Auch unter der Haube des Systems könnte sich einiges ändern, und das Betriebssystem könnte in großen Teilen gewartet und vom Code her aufgestockt werden. Davon wird der Endnutzer allerdings eher wenig bemerken, eher werden die Entwickler dadurch profitieren. Möglicherweise wird das System auch schneller, schlanker und zukunftskompatibler durch diese Änderungen.

Wahrscheinlich wird das neue OS noch nicht gleich zum Start verfügbar sein, sondern bestenfalls die Entwickler ein SDK zum testen bekommen. Das fertige OS dürfte dann in einigen Monaten herauskommen.

Sicherlich wird Apple aber, allen Spekulationen zu Trotz, mal wieder einige Überraschungen in der Hinterhand bereit halten. Es bleibt abzuwarten, was heute Abend vorgestellt wird. Wir werden versuchen live dabei zu sein.

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