Tummeln sich auf dem Markt der “Slate PCs”, wie Ballmer sie nach dem Namensmythos iSlate benannte, doch schon zahlreiche künftige Touchscreen-Geräte, die dem iPad Konkurrenz machen wollen, so will auch aus Deutschland ein solcher Konkurrent kommen, wie Spiegel Online berichtet. Demnach käme er von der mittelständischen Firma Neofonie, ein bisher außerhalb der IT-Branche kläglich unbekanntes Unternehmen mit 170 Mitarbeitern.
Auf der Facebook-Seite von neofonie hat das Unternehmen bereits eine Vorschau auf das kommende Produkt gegeben: demnach soll das sogenannte WePad das iPad in zahlreichen Punkten übertrumphen. Bsp. soll es eher Notebook-Komponenten besitzen, im Inneren soll ein 1,6 GHz-Prozessor schlagen, der Bildschirm soll mit 1366 mal 768 deutlich breiter sein als der des iPads. Auch eine Webcam und einen USB-Anschluss plane das Unternehmen, soweit es die Angaben deuten lassen. Über das Betriebssystem hingegen ist bisher nur wenig bekannt, es soll eine Ausfertigung von Linux sein. Auch ein Vorteil gegenüber dem iPad wird die Flash-Unterstützung sein. Dafür schrumpfe die Akku-Laufzeit auf 6 Stunden, nicht wie beim iPad versprochene 10.
Auf der eigenen Website hingegen verliert neofonie kein Wort über das geplante Gerät: nach eigenen Angaben soll sich diese Seite momentan stark im Umbau befinden und der Zeitpunkt für eine solche Produktankündigung denkbar schlecht sein.
Interessant dürfte sein, dass Neofonie das WePad bereits Mitte bis Ende April auf deutschem Land verkaufen will, sprich: noch vor dem iPad. Dass es dem iPad letztendlich die Schau stehlen wird, bleibt natürlich stark zu bezweifeln, dennoch hat das Gerät gute Chancen: so soll Neofonie bereits mit verschiedenen Verlagen über Inhalte verhandeln, eine angepasste App namens WeMagazin soll den Inhalt darstellen können.
Über den Erfolg des WePads lässt sich spekulieren, ist Neofonie doch ein völlig neuer Vertreiber, der von Verlagen und Kunden sicherlich misstrauisch be
äugt wird. Auch der Preis steht noch nicht fest, soll es jedoch noch unter den des iPads schaffen. Da Neofonie mit dem WePad einen ganz neuen Konkurrenten geschaffen hat, der mit Sicherheit letztendlich nicht zu vergleichen sein wird mit dem überlegenen großen iPad, aber der, falls sich die Angaben bewahrheiten, sicherlich eine gute Startposition hat – es bleibt also abzuwarten, was aus ihm wird. Zahlreiche Unternehmen haben Anfang des Jahres bereits Tablets vorgestellt, darunter beispielsweise Dell mit dem HP. Letztendlich ist Neofonie also nur einer von vielen Mitwerbern, die auf ihre Zukunft hoffen können.