In fast wöchentlichen Abständen kommen sie, die Betas zum neuen iPhone OS 3.2 SDK. Auch Mittwoch hat Apple wieder einmal ein Update veröffentlicht, das einige Neuerungen birgt.
Die inzwischen dritte Beta des Entwickler fügt nun neben kleineren Neuerungen auch die Foto-App zu, die bereits während der Keynote vorgestellt wurde. Sie gilt als Mischung zwischen der Foto-App des iPhones und iPhoto und soll die Kunden später einmal mit tollen Funktionen wie Albums, Gesichter und Orte beeindrucken – letztere beide gibt es natürlich nicht im Simulator zu sehen, der ist schließlich im Prinzip nur dafür gedacht, dass die Entwickler ihre eigenen Apps testen können. Aber immerhin können Schaulustige nun schon die neue Album-Funktion bewundern, in der sich mithilfe eines “Pinchs” in ein Album linsen lässt.
Interessanter aber dürfte ein kleines Detail sein, das auf der Keynote nicht zu sehen war: so erscheint neben “Fotos” und “Albums” beim Start der App noch kurz die Kategorie “Kamera” – wenn diese auch leer ist und sich nach ein paar Sekunden wieder verflüchtigt. Möglicherweise war diese Kategorie dazu gedacht, um mit der eingebauten Kamera Fotos zu schießen. Zu viele Hoffnungen auf eine Front-Kamera sollte man sich dennoch vorerst nicht machen: die Kategorie könnte auch schlicht und einfach dazu gut sein, um über eine externe Kamera, die sich dank eines zusätzlichen Adapters anschließen lässt (wir berichteten). So ließen sich dank der Foto-App wie bei iPhoto auf dem Mac auch die Bilder vom Speicherchip überspielen.
Dennoch hält die Kamera die Gerüchteküchen auf Trab: so soll laut MacRumors in die neue Software eine Kameraabfrage integriert sein, welche prüft, ob das iPad eine Kamera besitzt, ob diese Kamera einen Blitz oder Zoom hat usw. Es ist also weiterhin sehr wahrscheinlich, dass Apple für kommende Versionen an einer Kamera arbeitet – bei dieser Generation sollten wir allerdings lieber nicht mehr mit einer Rechnen.
Währenddessen hat sich 9to5mac die Fotos-App einmal genauer angesehen und hat einige Icons gefunden, die darauf hindeuten könnten, dass sich künftig Bilder auf dem iPad einer ansatzweisen Bearbeitung unterziehen lassen: so soll man sie beispielsweise drehen oder skalieren können. Nichts umfangreiches natürlich, aber um schnell ein Bild etwas aufzuwerten, genügt es. Möglich wäre, dass mit der Zeit noch mehr Funktionen hinzukommen. Bisher muss man, will man seine Fotos auf dem iPhone bearbeiten, auf Drittentwicklerapps wie z. B. Photoshop.com Mobile ausweichen.
Die Beta zum SDK lässt sich auf der Apple-Entwicklerseite laden, ein kostenpflichtiges Entwickler-Account vorausgesetzt. Ein Video, das die neue Foto-App zeigt, hängt unten an.