Ein Dashboard fürs iPad
Februar 05, 2010
simon
Hat Apple doch einen Großteil der Standard-Apps des iPhones für die Größe und Bedienung des iPads optimiert, finden sich doch noch ein paar “Ausgeschlossene”, die Apple bisher nicht auf den iPad-Produktseiten erwähnt: zum Beispiel den Taschenrechner, Wetter, Uhr und die Voices Memo App. Grund dafür könnte sein, dass sich diese Apps nicht besonders schick für eine solche Größe implementieren lassen: ein Taschenrechner würde angepasst entweder riesige Schaltflächen besitzen oder unglaublich kompliziert werden; die Größe des iPhones hingegen entspricht ziemlich exakt der eines “echten” Taschenrechners. Auch eine Uhr sähe in einer solchen Größe kaum noch schick aus, schließlich soll die Uhr-App eher den Eindruck einer Taschenuhr erwecken, wohingegen wohl kaum jemand das iPad als Wanduhr an die Wand nageln wird. Auch für einen schnellen Wetterüberblick empfiehlt sich eher ein kleines Display. Ebenso sähe ein Kompass oder die Stocks-App auf dem großen Display sehr seltsam aus.
Der Rest der Apps ließ sich mehr oder minder leicht anpassen oder vergrößern: Safari beispielsweise zeigt einfach die Webpage (beinahe) in der Originalgröße an, was auch im Sinne des Komsumers ist. Die Musik-App lehnt sich an das “große” Fenster von der iTunes-Desktop-Applikation an, bei Mail wird die Email einfach größer dargestellt und bei Bedarf noch eine weitere Leiste eingeblendet. Was Apple hingegen mit den verstoßenen Apps machen wird, ist bislang unklar.
Eine interessante Möglichkeit wirft Kevin Fox auf seinem Blog auf: so könnte das iPad mit einer Art Dashboard ausgeliefert werden, in dem sich, ähnlich wie im Mac OS X-Dashboard, verschiedene “Hilfs-”Apps parallel platzieren lassen. Das Dashboard könnte eine Art seperate Ebene darstellen, in die sich von überall aus wechseln ließe, ohne die aktive App zu verlassen. Die “Widgets” bräuchten dann auch nicht bildschirmfüllend sein und wären trotzdem immer leicht erreichbar – Platz für genügend Widgets ist auf dem iPad schließlich reichlich. Zwar wäre das kein Ersatz für ein echtes Multitasking, aber es wäre doch im Sinne der Anwender und könnte ein Trost sein, bis das echte Multitasking kommt. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass auch Drittentwickler “Mini-Apps” entwickeln könnten, die das Dashboard dann ergänzen.
Zwar wurden im Code vom iPhone OS 3.2 bisher noch keine Hinweise auf derartige Vorhaben gefunden, aber schon öfter hat Apple mit in letzter Sekunde erst bekannt gewordenen Features überrascht. Auch fürs iPhone OS 3.2 wäre so ein Dashboard denkbar – obwohl dort hoffentlich auch richtiges Multitasking kommen wird.
Wie ein mögliches Dashboard auf dem iPhone (nicht iPad) aussehen könnte, zeigt ein kreatives Youtube-Video von Ocean Observations. Ein anderes zeigt, wie sich ein leicht zu bedienendes und trotzdem funktionales Multitasking gestalten ließe.
[...] und bekamen ein neues Full-Screen-Interface, wie wir bereits ausführlich berichteten. Manche Apps fehlen noch, hier könnte Apple noch mit einer Innovation wie einem Dashboard überraschen, darüber ist [...]